Ein Kabel. Beliebig viele Module. Fertig ist die Anlage.
Ein Toaster hat ein Kabel. Ein Solarmodul hat zwei, dazu MC4-Stecker, Stringverkabelung, MPP-Tracker, Wechselrichter und eine separat verlegte Erdung. Selbst ein Balkonkraftwerk braucht Adapter, einen Mikrowechselrichter und meist jemanden, der sich auskennt.
In diesem einen Kabel steckt Strom rein, Strom raus, Erdung und Datenkommunikation. Zweites Modul ans erste stecken, drittes ans zweite. Die Module verschalten sich automatisch, ohne Konfiguration — jedes weitere bringt Leistung und Speicher.
| Heute nötig | Hier |
|---|---|
| Plus- und Minuskabel, MC4-Stecker | ein Kabel |
| Erdung extra verlegen | im Kabel |
| Wechselrichter, MPP-Tracker, Optimierer | entfällt per SAX-Technologie |
| Stringverkabelung, Planung | Module aneinanderstecken |
Keine Box an der Wand. Die Module schalten zwischen 48 und 260 Volt um und liefern direkt nutzbaren Strom — über eine SchuKo-Steckdose am Modul.
Im Rahmen sitzen bis zu 88 Zellen vom Typ 18650, dieselben zylindrischen Lithium-Ionen-Zellen wie in Laptops, Powertools und Tesla-Batterien: massenproduziert, erprobt, billig. Das ergibt rund 0,8 kWh bei nur 4 kg Mehrgewicht je Modul.
| Module | Speicher |
|---|---|
| 1 | 0,8 kWh |
| 4 | über 3 kWh |
| 8 | über 6 kWh |
Alle Akkus verhalten sich wie ein einziger großer Speicher, alle Solarzellen wie eine einzige Anlage. Ein Modul am Balkongeländer trägt Router und Kühlschrank durch die Nacht, vier auf dem Garagendach decken die Grundlast eines Haushalts, zehn kommen der autarken Insellösung nahe — ohne dass je ein Elektriker gerufen wurde. Heute eins, nächsten Monat zwei, nächstes Jahr sechs: kein Systemwechsel, keine neue Verkabelung.
Jede der 88 Zellen wird einzeln überwacht. Die Module reden über das integrierte Datenkabel miteinander und über eine App mit dir: welche Zelle lädt, welche liefert, welche schwächelt. Nicht auf Modulebene, auf Zellebene.
Lässt eine Zelle nach 15 Jahren nach, tauschst du diese eine Zelle. Nicht das Modul, nicht den Pack. Ziel: 40 Jahre Nutzungsdauer durch Wartbarkeit statt Wegwerfen.
Die Einzelteile existieren alle. 18650-Zellen sind Massenware, intelligente Zellverschaltung ist in der Elektromobilität Stand der Technik, eine SchuKo-Steckdose kostet 80 Cent, und die Erdung lässt sich ins Kabel integrieren wie bei jedem Haushaltsgerät.
Es fehlt jemand, der aufhört, Solarmodule wie Komponenten zu denken — und anfängt, sie wie Geräte zu bauen.